Month: June 2018

Kreatin

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weißer Feststoff

fest

1,33 g·cm−3 

303 °C (Monohydrat, Zers.)

schlecht löslich in Wasser (17 g·l−1), fast unlöslich in Ethanol und Diethylether

Achtung

Kreatin (von griechisch κρέας kreas, deutsch ‚Fleisch‘) ist ein Stoff, der in Wirbeltieren u. a. zur Versorgung der Muskeln mit Energie beiträgt. Kreatin wird in der Niere, der Leber und in der Bauchspeicheldrüse synthetisiert und leitet sich formal von den Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin ab und ist zu ca. 90 % im Skelettmuskel vorhanden. Kreatin wurde 1832 von Eugène Chevreul als Bestandteil der Fleischbrühe entdeckt. Der deutsche Chemiker Justus von Liebig wies Kreatin 1847 als Komponente im Fleisch verschiedener Säugetierarten nach.

Kreatin ist vor allem in Fleisch und Fisch in Mengen von etwa 2 bis 7 g pro kg Nahrung enthalten, Muttermilch und Kuhmilch enthalten moderate Mengen an Kreatin, während Obst und Gemüse lediglich Spuren davon enthalten. Bei Tieren kommt Kreatin vorrangig in der Skelettmuskulatur, der Herzmuskulatur und im Gehirn, vor, sowie in geringeren Mengen aber praktisch in allen Zellen des Körpers vor. Generell enthalten weiße, glycolytische Muskelfasern (Sprintmuskeln) mehr Kreatin als rote, oxidative Muskelfasern (Ausdauermuskeln). Wurstwaren enthalten im Vergleich zu Frischfleisch einen verminderten Kreatingehalt. Während der Zubereitung von Würsten wird Kreatin u. a. durch die Hitzeeinwirkung nichtenzymatisch in Kreatinin umgewandelt. Die Umwandlungsrate von Kreatin zu Kreatinin ist zudem abhängig von Zeit, Temperatur, pH-Wert und initialer Kreatinmenge.

Da Kreatin wasserlöslich ist, geht auch durch den Bratverlust eine signifikante Menge Kreatin verloren. Die höchsten Kreatinkonzentrationen in Nahrungsmitteln pro Gramm enthalten frischer Fisch oder getrockneter Stockfisch und Frischfleisch oder Trockenfleisch.

Auch beim Menschen wird Kreatin überwiegend in der Skelettmuskulatur gespeichert. Das angenommene maximale Speichervermögen eines durchschnittlichen Erwachsenen liegt bei ca. 4–5 g Kreatin (genauer 140-160 mmol) pro kg Magermasse des Körpergewichts. Synthetisches Kreatin wird – ebenso wie natürlich in der Nahrung enthaltenes – über den Darm in das Blut der Leberpfortader resorbiert und gelangt anschließend über den Blutkreislauf zu den verbrauchenden Organen und Geweben.

Kreatin wird darüber hinaus auch im menschlichen Körper in Mengen von 1 bis 2 g pro Tag von der Leber, den Nieren und der Bauchspeicheldrüse gebildet. Etwa die Hälfte der täglich benötigten Menge an Kreatin von ca. 1,5 bis 2 g für Erwachsene wird vorwiegend in der Leber, aus Guanidinoacetat hergestellt. Guanidinoacetat seinerseits wird aus den Aminosäuren Arginin und Glycin durch die L-Arginin:Glycin-Amidinotransferase (AGAT, EC ) vorwiegend in Niere und Speicheldrüse synthetisiert. Für die Methylierung von Guanidinoacetat wird das Enzym Guanidinoacetat-N-Methyltransferase (GAMT, EC ) sowie eine aktivierte Form der Aminosäure Methionin, das S-Adenosylmethionin (SAM), benötigt. Letztere Reaktion (siehe untenstehendes Reaktionsschema) findet hauptsächlich in der Leber statt. Obwohl für die Synthese von Kreatin die Aminosäuren Arginin, Glycin und Methionin gebraucht werden, ist Kreatin selbst keine Aminosäure, sondern eine sogenannte Guanidinium-Verbindung mit einem zentralen Kohlenstoff, an den drei Stickstoffatome gebunden sind. Das so im Körper hergestellte Kreatin gelangt von der Leber ins Blut und von dort in die Zielorgane, z. B. Skelettmuskulatur, Herzmuskel, Gehirn, Nerven, Netzhaut des Auges etc.

Kreatin ist bei Raumtemperatur und trockener Lagerung über mehrere Jahre haltbar. Instabilitäten zeigen sich, wenn Kreatin in Wasser gelöst wird. Das Maß des Kreatinzerfalls in wässrigen Lösungen ist nicht abhängig von der Konzentration, sondern vom pH-Wert. Im Allgemeinen gilt: je niedriger der pH-Wert und je höher die Temperatur, desto schneller ist der Zerfall. Kreatin ist relativ stabil in Lösungen mit neutralen pH-Wert (6,5 bis 7,5). Eine Minderung des pH-Wertes resultiert in einer erhöhten Rate des Zerfalls. Bei einer Aufbewahrung bei Temperaturen von 25 Grad zerfällt Kreatin nach drei Tagen signifikant: 4 % bei einem pH-Wert von 5,5, 12 % bei einem pH-Wert von 4,5 und 21 % bei einem pH-Wert von 3,5. Kreatin zerfällt in wässrigen Lösungen während Lagerungen bei Raumtemperaturen innerhalb mehrerer Tage zu Kreatinin, während der Zerfall bei Kühlung vermindert wird. Wenn Kreatin nicht direkt konsumiert wird, nachdem es in Wasser oder anderen trinkbaren Lösungen aufgelöst wurde, sollte es also bei niedrigen Temperaturen gelagert werden, um dem Zerfall entgegenzuwirken. Der Zerfall von Kreatin kann zudem reduziert oder sogar aufgehalten werden, wenn der pH-Wert entweder unter 2,5 vermindert wird oder wenn der pH-Wert erhöht wird. Ein sehr hoher pH-Wert resultiert in der Deprotonierung der Carbonsäuregruppe zum Carboxylat, dessen Reaktivität gegenüber Nucleophilen im Vergleich zur Carbonsäuregruppe herabgesetzt ist. Dies führt dazu, dass der Zerfallsprozess verlangsamt wird, indem die intramolekulare Cyclisierung erschwert wird. Ein sehr niedriger pH-Wert (unter 2,5) führt zu einer Protonierung der Guanidin-Funktionalität des Kreatinmoleküls und somit zur Abnahme dessen Nucleophilie. Dies hat zur Konsequenz, dass die intramolekulare Cyclisierung zum Kreatinin vermieden wird. Diese Auswirkung findet zudem unter den sauren Bedingungen im Magen statt, weshalb der Zerfall zu Kreatinin aufgehalten wird. Die Umwandlung von Kreatin zu Kreatinin im Magen-Darm-Trakt ist deshalb minimal, unbeachtet von der Aufnahmezeit.

Vor allem für die Muskelkontraktion, aber auch für Hirn- und Nervenfunktion wird Kreatin in Form von Kreatinphosphat (auch Phosphokreatin, PCr) benötigt. Kreatinphosphat stellt die Phosphorylgruppe zur Verfügung, die zur Rückwandlung des bei der Kontraktion entstandenen Adenosindiphosphat (ADP) in Adenosintriphosphat (ATP) genutzt wird. In ruhenden Zellen treten rund 60 % des Kreatins als Phosphokreatin (Energieträger) und 40 % als freies Kreatin (Energievorstufe) auf. Die Menge des im menschlichen Körper gespeicherten Kreatins beträgt bei einer erwachsenen Person 120 bis 150 g, rund 1,5–2 % des Totalkreatins wird pro Tag als Kreatinin über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Der Organismus benötigt ungefähr 2–4 g Kreatin, wovon etwa die Hälfte vom Körper synthetisiert und der Rest aus frischem Fisch und Fleisch bezogen werden kann. Dies ist nicht zutreffend für Wurstwaren, wo das Kreatin durch Prozessieren und Lagerung mehrheitlich zu Kreatinin abgebaut worden ist; z. B. gehen beim Pökeln und Trocknen eines Schinkens während der ersten zehn Monate (Rohschinken) rund 75 % des Kreatins verloren.

Kreatin ist für die normale Entwicklung des menschlichen Körpers und eine optimale Funktion der Körperorgane (Muskeln, Gehirn, Nerven, Seh- und Hörvorgang sowie die Fortpflanzung) notwendig. Eine Supplementation mit Kreatin kann in Hinblick auf veränderte Lebens- (Stress, Hochleistung) und Ernährungsbedingungen (deutlich geringerer Fleischkonsum des modernen Menschen im Vergleich mit dem karnivoren prähistorischen Menschen, die nach erfolgreicher Jagd täglich ein geschätztes Quantum von 1–2 kg Fleisch und/oder Fisch konsumierten) sinnvoll und angezeigt sein.

Kreatin ist für die normale Entwicklung des Organismus, insbesondere des Gehirns während der Embryonalentwicklung und der frühkindlichen Phase, sowie für die normale physiologische Funktion der Muskeln und anderer Körperorgane notwendig. Versuchstiere, bei denen der Kreatingehalt in Muskeln und Gehirn durch Füttern eines Kreatinanalogons (β-Guanidinyl-Propionsäure, GPA) reduziert wurde, weisen deutliche pathologische Störungen in Muskel- und Hirnfunktionen auf. Zudem zeigen transgene Versuchstiere, die keine Kreatinkinase (CK) mehr exprimieren, schwerwiegende pathophysiologische Phänotypen, je nachdem welche der vier Kreatinkinase Isoformen in den Muskeln und/oder dem Gehirn fehlen.

Menschen mit dem Kreatin-Defizienz-Syndrom, mit Gendefekten entweder in den beiden Enzymen, die an der endogenen Kreatinsynthese beteiligt sind (AGAT und GAMT) oder im Kreatin-Transporter, dem Protein, das Kreatin in die Zielzellen transportiert, zeigen schwerwiegende neurologische und neuromuskuläre pathologische Störungen, z. B. schwach ausgebildete Muskulatur, Entwicklungsstörungen, Unfähigkeit das Sprechen zu lernen, Epilepsie, Autismus, geistige Behinderungen. Dies belegt, dass eine genügende Versorgung des Organismus mit Kreatin, zusammen mit dem Vorhandensein von Kreatinkinase, für die normale Entwicklung und Funktion der Körperorgane essentiell ist.

Vegetarier und ältere Personen, die kein oder wenig Fleisch essen, können geringe Mengen von Kreatin (maximal 20 % ) mit Milchprodukten aufnehmen. Säuglinge, die mit auf Soja basierendem Milchersatz gefüttert werden, nehmen genauso wie Veganer kein Kreatin mit der Nahrung auf. Diese Personengruppen weisen im Blutplasma einen signifikant niedrigeren Kreatin-Gehalt als Omnivoren auf, und synthetisieren ihren Kreatinbedarf selbst. Bei älteren Personen gibt die meist geringe Aufnahme an essenziellen Aminosäuren, Vitamin B12 und Folsäure, welche zur Kreatinsynthese benötigt werden, Anlass zur Sorge.

In der Medizin wird Kreatin als Hilfstherapie bei der Behandlung von diversen Muskelkrankheiten wie z. B. der Muskeldystrophie zur Verbesserung des Muskelaufbaus und der Muskelkraft eingesetzt. Eine Anzahl von tierexperimentellen sowie klinischen Studien mit Patienten mit verschiedenen neuro-muskulären und neuro-degenerativen Erkrankungen wie z. B. der Parkinson’schen oder Huntington’schen Erkrankung sowie der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) haben das Potential von Kreatin als wertvoller Zusatztherapie aufgezeigt. Weitere klinische Studien mit größeren Patientenzahlen werden vor allem in den Vereinigten Staaten durchgeführt.

Ein gesunder Körper produziert viele der für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionalität notwendigen Substanzen selbst oder nimmt diese mit einer ausgewogenen Ernährung in ausreichendem Maße auf. Trotzdem hat sich die zusätzliche Zufuhr von Kreatin in einigen wenigen Sportarten als sinnvoll oder zumindest nicht als nachteilig erwiesen. Zu hinterfragen sind allerdings die Mengen der zusätzlichen Zufuhr, die oft sehr hoch angegeben werden. Immerhin entspricht die Einnahme von 5 g Kreatin der Einnahme beim Verzehr von 1,1 kg rohem Rindfleisch.

Eine Wirksamkeit der Kreatinsupplementierung ist sowohl für die Erhöhung der Kurzzeitleistung und Zunahme der Maximalkraft der Muskulatur, zum Beispiel im Gewichtheben oder beim Sprinten, als auch für eine Verringerung der Zellschäden in Ausdauersportarten wie Marathon beschrieben. Dadurch kann auch das Trainingsvolumen gesteigert werden. Im Gegensatz etwa zu Carnitin wird Kreatin von den Muskeln aufgenommen, und durch Phosphorylierung des so aufgenommenen Kreatins erhöht sich die Phospho-Kreatin(PCr)-Konzentration und somit auch das Verhältnis von PCr/ATP, was den zellulären Energiezustand der Muskeln verbessert. Eine 2006 verfasste Studie zeigte, dass Kreatin-Supplementation in Kombination mit Krafttraining die trainingsinduzierte Zunahme in der Anzahl von Satellitenzellen und Myonuclei in menschlichen Skelettmuskeln steigern kann, resultierend daraus ein erhöhtes Muskelfaserwachstum. Dieses Wachstum der glykolytischen, schnellen Typ-II-Fasern und der der oxidativen, langsamen Typ-I-Fasern ist begleitet von einer Zunahme der Muskelkraft, die sowohl die Sprint- wie auch die Ausdauerfasern betrifft.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat in einer Erklärung für Kreatin, im Gegensatz zu den meisten anderen Nahrungsergänzungsmitteln, sogenannte Health Claims offiziell anerkannt. Diese akzeptierten Health Claims für Kreatin beinhalten, vereinfacht gesagt, dass Kreatin-Supplementation zur Steigerung von Muskelmasse und Muskelkraft sowie der Muskelleistung führt, insbesondere bei sehr intensiven und repetitiven Tätigkeiten. Dabei wird eine tägliche Aufnahme von 3 g Kreatin als Bedingung für die Verwendung zur Leistungssteigerung angegeben.

In einem offiziellen Positionspapier der Internationalen Gesellschaft für Sport-Ernährung durch ein internationales Experten-Panel werden basierend auf einer Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen diese und weitere Vorteile einer Kreatin-Supplementation aufgeführt.

Um die Vorräte des Energieträgers ATP zu erneuern, verwenden die Muskeln vor allem in der ersten Minute der Aktivität hauptsächlich Phospho-Kreatin (synonym Kreatinphosphat). Der Ernährungswissenschaftler Andreas Hahn von der Universität Hannover urteilt in seinem Buch Nahrungsergänzungsmittel:

„Der mögliche Sinn von Kreatingaben bezieht sich ausschließlich auf Menschen mit starken sportlichen Aktivitäten, die mit großem Eifer betrieben werden. Aufgrund gegensätzlicher Studienergebnisse kann jedoch nicht grundsätzlich zu einer Ergänzung mit Kreatin geraten werden. Eine kurzfristige Supplementierung von Kreatin (bis zu 8 Wochen) in Mengen von etwa 20 g/Tag in der ersten Woche und 3 g/Tag in der Erhaltungsphase, gilt als unbedenklich.“

Ebenso gilt die Dauersupplementierung (Kreatineinnahme über einen längeren Zeitraum) heute als unbedenklich. Nach einem Zeitraum von vier Wochen nach Ende der Kreatinsupplementierung sinkt der muskuläre Gehalt wieder auf den Ausgangswert ab.

Große Leistungssprünge, wie sie vielfach in übertriebenen Ausmaßen von der Supplement-Industrie für Nahrungsergänzungsmittel beworben werden, sind durch die Supplementation mit Kreatin nicht zu erwarten. Das Hauptaugenmerk sollte besonders im Krafttraining auf einer größtmöglichen Trainingsintensität sowie der von vielen Sportlern beobachteten und auch publizierten höheren Trainingskadenz und besseren Erholung und Ernährung liegen.

Kreatin kann in Einzelfällen und praktisch nur während der im Normalfall nicht notwendigen Hochdosisphase (4 × 5 g Kreatin, also insgesamt 20 g Kreatin pro Tag während 7 bis 10 Tagen) zu Blähungen oder leichtem Durchfall führen. Gelegentlich reagieren Anwender mit Muskelkrämpfen. Wissenschaftliche Studien mit einer großen Anzahl von Sportlern zeigen jedoch, dass diese Nebenwirkungen größtenteils auf nicht-verifizierten Einzelbeobachtungen beruhen und dass Kreatin weder signifikante Blähungen noch Muskelkrämpfe verursacht noch zu Verletzungen führt. Während der Hochdosisphase kann es zudem zu einer Gewichtszunahme von 1 bis 3 kg kommen. Dies ist vor allem auf Wassereinlagerung zurückzuführen, weil mit dem Kreatin über den Kreatintransporter gleichzeitig Natrium- und Chlorid-Ionen in die Zelle gelangen, was dann zu einer Wasserretention führt. Allmählich normalisiert sich die infolge osmotischer Effekte erhöhte Wasseraufnahme in den Muskeln, und es findet im Verlauf der Kreatin-Supplementierung eine effektive Zunahme von Muskelmasse statt, was mit einer 10- bis 20-prozentigen Erhöhung der Muskelkraft einhergeht.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) publizierte 2004 ein Gutachten, demzufolge eine tägliche Einnahme von 3 g Kreatin risikofrei ist, sofern das eingenommene Kreatin – vor allem in Hinblick auf Verunreinigungen mit Dicyandiamid-, Dihydro-1,3,5-Triazin-Derivaten und Schwermetallen – von ausreichender Reinheit (mindestens 99,95 %) ist. Die in der Presse immer wieder angesprochene angebliche Schädlichkeit von Kreatin für die Nieren begann im Jahr 1998 und basiert auf den Daten einer Fallstudie, in der eine Kreatinsupplementation die glomeruläre Filtrationsrate der Niere bei einem 25 Jahre alten Mann negativ beeinflusste, der bereits zuvor unter einer Erkrankung der Nierenfunktion litt. Wenige Tage später verbreitete das französische Sportmagazin L’Équipe die Information, dass eine Kreatinsupplementation allgemein schädlich für die Nieren sei. Verschiedene europäische Medien griffen die Neuigkeiten auf und berichteten dasselbe. Der Einfluss einer Kreatinsupplementation auf klinische Parameter, insbesondere welche die Leber und Nierenfunktion anbelangen, ist seitdem in groß angelegten Studien untersucht worden, wobei keine negativen Effekte festgestellt werden konnten. Eine 2008 veröffentlichte Vergleichsstudie der Universität München untersuchte Blut und Urin von 60 älteren Parkinson-Patienten über einen Zeitraum von zwei Jahren. 40 Patienten bekamen ein Kreatin-Supplement mit einer Tagesdosis von 4 g, die 20 anderen ein Placebo. Obwohl es in der Kreatingruppe zu einem Anstieg des Serumkreatins kam, blieben alle anderen Marker der tubulären oder glomerulären Nierenfunktion normal, was auf eine unveränderte Nierenfunktion hindeutet. Unerwünscht traten hauptsächlich Magen-Darm-Beschwerden auf. Die 2011 veröffentlichte Übersichtsarbeit von Kim et al. empfiehlt, dass Tagesdosen >3–5 g nicht von Personen mit bereits eingeschränkter Nierenfunktion oder dem Risiko dafür (gegeben zum Beispiel bei Diabetes mellitus, Bluthochdruck und reduzierter glomerulärer Filtrationsrate) konsumiert werden sollten.

In einem Artikel von der Mayo Clinic aus dem Jahr 2013 wird jedoch auf mögliche Nebenwirkungen und ungünstige Wechselwirkungen (z. B. mit Coffein) hingewiesen und zudem auf den Ratschlag der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA verwiesen, vor Anwendung einen Arzt zu konsultieren.

Fluglage

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Die Fluglage ist die Lage im dreidimensionalen Raum, die ein Luftfahrzeug gerade einnimmt. Sie ist von besonderer Bedeutung für die Flugsteuerung, da eine stabile Fluglage für den normalen Flug aufgrund der Aerodynamik nur innerhalb gewisser Grenzen möglich ist.

Die Fluglage wird durch die drei Achsen beschrieben, um die sich das Luftfahrzeug drehen kann. Die Schräglage im Kurvenflug überschreitet normalerweise nicht 30°, um unnötigen Luftwiderstand zu vermeiden; der Anstellwinkel liegt üblicherweise im Bereich von −5° und +10°. Der Schiebewinkel soll normalerweise Null sein, es sei denn, es handelt sich um einen Seitengleitflug (Slip).

Beim aerodynamisch sauberen Geradeaus-Flug wirkt die Gewichtskraft genau in der Lotrichtung und die Tragflächen werden symmetrisch umströmt. Beim Kurvenflug hingegen soll die Hochachse zum sogenannten Scheinlot weisen, der Resultierenden aus Gewichts- und Fliehkraft:

In kleinen Flugzeugtypen beurteilt der Pilot die Fluglage vor allem visuell (Sichtnavigation), kontrolliert sie aber periodisch mittels der Navigationsinstrumente (Horizont, Wendezeiger, im Segelflug auch Strömungsfaden). Bei korrekter Schräglage im Kurvenflug bleibt die Kugel des Wendezeigers genau in der Mitte liegen (Scheinlot).

Beim Instrumentenflug (IFR) zeigt der künstliche Horizont auch ohne Außensicht die Fluglage an, so dass der Pilot – aber auch der Autopilot – das Flugzeug mit diesen Informationen sicher steuern kann. Für den Piloten ist es nicht immer möglich, die Fluglage ohne Instrumente einzuschätzen. Schlechte Sicht oder Dunkelheit (Wolken- und Nachtflug) kann den Blick zu Bezugspunkten auf dem Boden (z. B. Horizont) verhindern. Auch die durch Flugmanöver auf den Piloten einwirkenden Kräfte lassen keinen Rückschluss auf die Fluglage des Fluggerätes zu.

Sollte das Flugzeug in eine unkontrollierte Fluglage kommen, kann es trudeln und muss vom Piloten wieder abgefangen werden. Im Kunstflug werden absichtlich extreme Fluglagen demonstriert. Da viele Kunstflugfiguren wahlweise auf dem Rücken oder in aufrechter Lage geflogen werden können, wird vor den Namen der eigentlichen Figur oft der Begriff “Canopy Up” oder “Canopy Down” gestellt. Zum Beispiel kann der Humpty-Bump entweder “Canopy Up” oder “Canopy Down” geflogen werden.

Als Canopy Up werden Kunstflugmanöver bezeichnet, bei denen sich die Haube (engl. Canopy) oben befindet. Der Begriff Canopy Up kann auch durch Wheel Down ersetzt werden, da das Fahrwerk eines Flugzeugs naturgemäß “unten” ist, wenn sich die Haube “oben” befindet. “Canopy Up” heißt also, dass die Figur aufrecht geflogen wird.

Canopy Down bezeichnet Kunstflugmanöver, die mit der Haube (engl. Canopy) nach “unten” geflogen werden. Anstatt von Canopy Down kann man auch Wheel Up sagen, da das Fahrwerk eines Flugzeugs “oben” ist, wenn sich die Haube “unten” befindet. “Canopy Down” bedeutet also, dass die Figur auf dem Rücken absolviert wird.

Manuel Aniceto Padilla

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Manuel Aniceto Padilla (Cochabamba, Alto Perú, 1780 – ca 1840) fue un político y periodista sudamericano, de larga actuación en los territorios de los actuales Argentina, Chile, Perú, Bolivia y Uruguay.

Estudió derecho en la Universidad de Chuquisaca, y una vez recibido de abogado se trasladó a Buenos Aires, donde instaló un estudio. También se dedicó al contrabando con barcos de procedencia británicos, y al parecer estuvo a punto de ser ejecutado como un vulgar ladrón.

Cuando en 1806 se produjo la primera de las invasiones inglesas, prestó su colaboración al gobierno de William Carr Beresford. Después de la Reconquista se unió al bando vencedor y se hizo amigo de los hermanos Saturnino Rodríguez Peña y Nicolás Rodríguez Peña.

A mediados de septiembre, el general Beresford y el mayor Denis Pack estaban prisioneros en Luján. El oficial que lo tenía en custodia, Antonio de Olavarría, recibió la orden del virrey Santiago de Liniers de conducir a ambos al interior del Virreinato del Río de la Plata, pero no se le dieron detalles de la operación. Ese mismo día, Olavarría recibió a dos enviados del cabildo de Buenos Aires. Uno de ellos era su cuñado, Saturnino Rodríguez Peña, y el otro era Padilla, a quien Olavarría no conocía. Le comunicaron que el alcalde Martín de Álzaga les había ordenado trasladar a los prisioneros a Buenos Aires, para de allí llevarlo a Catamarca. El oficial no pidió órdenes escritas, creyó en la palabra de su pariente, y se los entregó.

Los prisioneros y sus conductores fueron trasladados al Tigre, y de allí a Maldonado, que estaba en manos inglesas.

De allí pasaron a Montevideo, después de la captura de la ciudad por los ingleses, donde Padilla y el porteño Francisco Cabello y Mesa redactaron el periódico bilingüe The Southern Star, con el que los británicos esperaban congraciarse con los ilustrados criollos. Beresford y Rodríguez Peña siguieron viaje a Londres, donde éste gestionó y obtuvo, para Padilla y él, una pensión vitalicia de 1.500 libras a cada uno. Pack participó en la segunda invasión a Buenos Aires, y debió rendirse por segunda vez tras fracasar frente a la Defensa de la ciudad. Cabello tuvo menos suerte y cayó en manos de los patriotas.

Desde Montevideo, Padilla pasó a Río de Janeiro, donde se unió a los carlotistas, que esperaban coronar a la princesa Carlota Joaquina de Borbón como reina del Río de la Plata. Fue enviado a Londres en 1808, a colaborar en una hipotética tercera invasión; allí vendió su pensión vitalicia.

Regresó a Buenos Aires en 1810, muy poco después de la Revolución de Mayo. Por consejo de Nicolás Rodríguez Peña, la Primera Junta lo envió a entrevistarse con Lord Strangford en Río de Janeiro y a comprar armas a los Estados Unidos. No tuvo éxito en ninguna de sus dos misiones.

Hacia 1812 viajó a Chile, donde el general José Miguel Carrera utilizó por un tiempo sus servicios como diplomático y secretario. Encontró en Chile al expresidente de la Primera Junta, Cornelio Saavedra, que estaba exiliado en Santiago, y lo ayudó a sobrevivir en el destierro.

Pronto Carrera cambió de idea y, considerándolo un simple intrigante, lo despidió. Se unió entonces a sus opositores en una conspiración que fracasó, por lo que fue arrestado en Aconcagua.

Huyó a Mendoza aprovechando el desorden que siguió a la derrota de Rancagua, y de allí pasó a Córdoba, donde trató de pasar desapercibido por un tiempo. Se alió con el gobernador federal José Javier Díaz y con el caudillo artiguista Juan Pablo Bulnes. Cuando éstos se enfrentaron, aprovechó la confusión de su doble amistad para hacer negocios con la fábrica de armas de Córdoba, a la que estafó. Huyó a Santiago del Estero en 1817, pero allí fue arrestado y enviado a Chile.

Cuando se supo del desastre de Cancha Rayada, O’Higgins sacó a los presos de la cárcel, para que se unieran al ejército, ocasión que aprovechó Padilla. Al salir, falsificó una carta del general José de San Martín al ministro argentino Tagle, con la que evitó ser incorporado al ejército chileno. Se mantuvo en relativamente buenas relaciones con el gobierno de O’Higgins, pero éste nunca confió plenamente en él.

En 1820, al conocerse la anarquía que reinaba en las provincias cuyanas, intentó pasar a San Juan, pero fue arrestado en el camino. Recuperó la libertad a cambio de denunciar una conspiración de los partidarios del general Carrera, y pudo huir a San Juan.

Ayudó al general José María Pérez de Urdininea a organizar una expedición libertadora al Alto Perú, que fracasó.

A principios de 1823, al enterarse de la renuncia de O’Higgins, regresó a Chile. Se unió al grupo de los contrarios a éste, logró su elección como diputado, y pidió el juicio político de O’Higgins y la prisión de San Martín. Se dedicó con éxito al periodismo y, aliado del general Francisco Antonio Pinto, formó en las filas de los federales chilenos. Hizo todo lo posible por debilitar el gobierno de Manuel Blanco Encalada, contribuyendo desde la prensa a su caída.

Apoyó a su sucesor Agustín de Eyzaguirre por un tiempo, hasta que un conflicto menor lo llevó nuevamente a la oposición. Al ser elegido Ramón Freire como presidente, dirigió la oposición desde la prensa y contribuyó también a su renuncia. El sucesor de éste, Pinto, no corrió el mismo riesgo que sus antecesores, y lo expulsó del país.

Se refugió en Perú, donde años más tarde ayudó al mariscal Andrés de Santa Cruz a formar la Confederación Perú-Boliviana. Fue funcionario de ésta y editó un periódico en Cochabamba, pero pronto fue despedido por el gobierno.

Murió en Cochabamba, Bolivia, hacia 1840.

Ktezjasz

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Ktezjasz (stgr. Κτησίας Ktēsias, łac. Ctesias, ur. po 440 p.n.e., zm. po 380 p.n.e.) – grecki historyk i lekarz, pochodzący z Knidos w Karii w Azji Mniejszej. Znajdując się w perskiej niewoli, przez 17 lat był lekarzem króla perskiego Artakserksesa II. Był autorem Historii perskiej (Περσικά Persika – w 23 księgach) i monografii O Indiach (Ἰνδικά Indika), w której zawarł wiele fantastycznych informacji o faunie i florze tamtego regionu. Dzieło to zachowało się we fragmentach głównie u Diodora Sycylijskiego i w Bibliotece Focjusza. Napisał również Opłynięcie Azji, które się nie zachowało.

Swoje główne dzieło (Dzieje Persji) pisał będąc naocznym świadkiem wydarzeń lub w oparciu o relacje perskich świadków. W wielu kwestiach dzieło sprzeczne z Dziejami Herodota, którego Ktezjasz miejscami nazywa kłamcą i bajkopisarzem. Dzieje Persji Ktezjasza były źródłem dla Diodora. Z dzieła Ktezjasza pochodzi historia o powstaniu Arbacesa przeciwko Sardanapalowi, na której oparli swoje dzieła literackie George Gordon Byron (tragedia Sardanapal) i Edwin Atherstone (Upadek Niniwy).

World Pulse

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World Pulse is a “Social-Media-for-Social-Revolution” initiative, founded and run by Jensine Larsen, in 2003, based out of Portland, Oregon. Created with the intent to speed up change, World Pulse is a fast-growing social network that connects over 27,000 people across 190 countries.

World Pulse was founded by Jensine Larsen. In her early days as a freelance journalist, Larsen travelled around the world. She collected several stories that were missing in mainstream media. Recognizing her calling, Larsen created a “global media source” that would enable women to articulate their stories in their own voices. In 2003, World Pulse was created as a non-profit media organization, to create a magazine that would address pressing global issues through the voices of women. In 2004, the magazine made its debut. In 2007, World Pulse steered into the online space to complement the print magazine. The last print issue was released in 2011. Currently, World Pulse is an online-only media initiative.

World Pulse works towards creating a global solution for the overarching goal of women’s equality, and to fight the oppression of women. It aims to use stories to build networks and to catalyse change at the grass root level. World Pulse works with the mission of lifting and uniting women’s voices and to increase their impact in the world.

The key work areas include:

– Best International Coverage, 2004 (Independent Press Awards)

– Best New Title, 2005 (Independent Press Awards)

– A Platinum AVA Digital Award for Digital Excellence, 2015

– A Silver Best in Biz Award for Website of the Year, 2015

– A Silver Stevie International Business Award for Non-Profit Organization Website, 2015

– The Tribeca Disruptive Innovation Awards (TDIA)

Boulogne-sur-Mer

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Boulogne-sur-Mer – miejscowość i gmina we Francji, w regionie Hauts-de-France, w departamencie Pas-de-Calais.

Według danych na rok 1990 gminę zamieszkiwało 43 678 osób, a gęstość zaludnienia wynosiła 5187 osób/km². Spośród 1549 gmin regionu Nord-Pas-de-Calais gmina Boulogne-sur-Mer plasuje się na 7. miejscu pod względem liczby ludności oraz na miejscu 422. pod względem powierzchni.

Od 7 do 12 sierpnia 1905 w Boulogne-sur-Mer (esp. Bulonjo-sur-Maro) trwał pierwszy Światowy Kongres Esperanto, w którym wzięło udział 688 osób z 20 krajów świata.

Miasto, początkowo zwane Gesoriacum i przypuszczalnie także Portus Itius, do IV wieku n.e. Rzymianie nazywali Bononią, wykorzystujac je jako główny port łączący resztę cesarstwa z Wyspami Brytyjskimi. Stąd właśnie w roku 43 n.e. cesarz Klaudiusz wyruszył na podbój Brytanii.

W wiekach średnich było stolicą hrabstwa Boulogne. O jego posiadanie toczyły się niemal nieustanne walki między Francuzami i Anglikami. W roku 1550, po zakończeniu wojny anglo-szkockiej, Francja odkupiła Boulogne od Anglii za 400 tysięcy koron w złocie.

W początkach XIX wieku odbudowana została z ruin katedra Notre-Dame de Boulogne, zniszczona w czasie rewolucji francuskiej. Odbudowę zapoczątkował ks. Benoit Haffreingue, który odpowiedział rzekomo na wezwanie Boga. W czasie wojen napoleońskich, cesarz zgromadził w Boulogne swą La Grande Armée przygotowując się do niedoszłej inwazji Zjednoczonego Królestwa w roku 1805. Jego plany nigdy nie zostały zrealizowane wobec konieczności wykorzystania Wielkiej Armii na innym teatrze działań zbrojnych w Europie oraz wobec przewagi Royal Navy na morzu.

15 czerwca 1944 roku 297 bombowców (155 Avro Lancaster, 130 Handley Page Halifax i 12 De Havilland Mosquito) RAF-u zaatakowało port w Boulogne, by zminimalizować zagrożenie floty desantowej w Normandii ze strony Kriegsmarine po D-Day. Część Lancasterów była uzbrojona w ciężkie bomby typu Tallboy. Na skutek bombardowania port i otaczające go dzielnice uległy całkowitemu zniszczeniu. W sierpniu 1944 miasto, zgodnie z wolą Hitlera, zostało zamienione w “twierdzę”, ale w miesiąc później zostało wyzwolone przez 3 Dywizję Kanadyjską. Kanadyjczykom pomogli mieszkańcy miasta, którzy wskazali żołnierzom “sekretne przejście” wiodące poza średniowieczne mury miejskie, a co za tym idzie na tyły Niemców.

Po wojnie nie zdecydowano się na rekonstrukcję historycznej zabudowy. Powstałe w latach pięćdziesiątych i sześćdziesiątych XX wieku bloki zniechęcają do odwiedzania Boulogne turystów spragnionych widoku średniowiecznego miasta.

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Elsflether Sand

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Der Elsflether Sand ist eine ehemalige Weserinsel vor der Huntemündung. Durch Bauten zum Hochwasserschutz ist sie seit 1979 eine Halbinsel zwischen Hunte und Weser und bildet von Flusskilometer 28 bis 32 der Unterweser das linke Ufer des Weserstroms.

Der Elsflether Sand ist vier Kilometer lang und misst an der breitesten Stelle nicht ganz einen Kilometer. Halbinsel ist er durch Einbindung in den Weserdeich, der die nördlichen zwei Drittel in Längsrichtung durchzieht und einen halben Kilometer vor der Nordspitze am Huntesperrwerk endet. Im Osten wird die Insel von der Weser begrenzt, im Süden vom Weserarm Rekumer Loch, im Südwesten von der Westergate und im Westen von der Huntemündung. Nördlich der Deichanbindung gehört sie politisch zur Stadt Elsfleth, südlich zur Gemeinde Berne, das südliche Drittel des Weserstrandes zu Bremen.

Etwa die Hälfte der Landfläche ist von Sommerdeichen umschlossen und landwirtschaftlich genutzt, die andere Hälfte ist teilweise mit Gebüsch und teilweise mit Rauhgras bewachsen, teilweise auch Sandstrand. Von der Nordspitze Stedingens her führt eine Straße entlang der Deichrückseite bis zum Huntesperrwerk, auf dem zu jeder vollen Stunde für kurze Zeit die Hunte überquert werden kann. Sie ist für den allgemeinen Motorverkehr gesperrt und Teil der Radwanderwege, Weserradweg und Deutsche Sielroute. Mehrere Leuchtfeuer entlang der Ostseite der Halbinsel dienen der Sicherheit der Seeschifffahrt auf der Unterweser.

Als man nach der Sturmflut von 1962 sich daran machte, die Mündungen größeren Nebenflüsse der Unterweser durch Sperrwerke zu sichern, sollte auch das Huntesperrwerk zunächst etwas flussaufwärts der Huntemündung gebaut werden. Die Stadt Elsfleth mit ihrem direkt am niedrigen Weserufer gelegenen Stadtzentrum stand vor dem Problem, dass jede Verbesserung des Hochwasserschutzes am Ufer mit schmerzhaften Einschnitten ins Stadtbild verbunden gewesen wäre. Daher wurde auf ihr Drängen hin der vor der Stadt gelegene nördliche Teil des Weserarms Westergate in den geschützten Bereich der Hunte einbezogen.

Koordinaten:

William R. Tolbert junior

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William Richard Tolbert, Jr. (* 13. Mai 1913 in Bentol, Liberia; † 12. April 1980) war von 1971 bis 1980 20. Präsident von Liberia. Von 1965 bis 1970 wirkte er als Präsident des Baptistischen Weltbundes und bekleidete damit das höchste kirchliche Amt dieser Freikirche.

Tolbert war von 1955 bis 1971 Vizepräsident und von 1971 bis 1980 Präsident. Sein Vorgänger (1944 bis 1971) war William V. S. Tubman. Tolbert wurde bei einem Militärputsch unter Führung Samuel K. Does von diesem ermordet. Nach seinem Tod war eine Militärregierung unter Doe an der Macht.

Tolbert kam für die True Whig Party, die damals einzige Partei Liberias, an die Macht. Nach Antritt seiner Präsidentschaft initiierte Tolbert einige liberale Reformen. Unter anderem ließ er mit der Progressive Alliance of Liberia die erste Oppositionspartei seit 125 Jahren zu.

Gleichzeitig verschärften sich unter ihm die starken ökonomischen Unterschiede zwischen der ameriko-liberianischen Führungsschicht und den Einheimischen. Als es am 14. April 1979 in Monrovia zu einer Demonstration gegen gestiegene Reispreise kam, ließ er die Demonstranten niederschießen, etwa 70 Menschen starben. Die anschließenden Unruhen führten zu einem Putsch unter Samuel K. Doe. Tolbert wurde getötet, sein Leichnam in ein Massengrab geworfen und von wütenden Liberianern mit Steinen beworfen. Die politische Dominanz der Ameriko-Liberianer im Land war damit beendet.

Joseph Jenkins Roberts | Stephen Allen Benson | Daniel Bashiel Warner | James Spriggs Payne | Edward J. Roye | James Skivring Smith | Joseph Jenkins Roberts | James Spriggs Payne | Anthony W. Gardiner | Alfred F. Russell | Hilary R. W. Johnson | Joseph James Cheeseman | William D. Coleman | Garretson W. Gibson | Arthur Barclay | Daniel E. Howard | Charles D. B. King | Edwin Barclay | William S. Tubman | William R. Tolbert junior | Samuel K. Doe | Amos Sawyer | Ruth Perry | Charles Taylor | Moses Blah | Gyude Bryant | Ellen Johnson Sirleaf | George Weah

Extracteur de goujon

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L’extracteur de goujon ou extracteur de vis est un outil qui permet d’extraire de leurs logements des vis ou goujons lorsqu’ils sont cassés et qu’ils ne peuvent plus être dévissés traditionnellement à l’aide d’une clef. Il en existe de deux types : l’extracteur à cannelure hélicoïdale à gauche et l’extracteur droit. Il en existe de plusieurs grandeurs en rapport avec les normes ISO (Normes ISO 4032 / NF EN 24032 / DIN EN 24032) (identifiées : M6, M8, M10, etc.), et s’utilise avec un tourne-à-gauche par le biais de son emmanchement carré situé à l’extrémité de l’outil.

Il se présente sous la forme d’une vis conique, mais possédant un pas hélicoïdal à gauche, ce qui nécessite un alésage de la pièce à extraire avec un foret afin de pouvoir insérer l’extracteur, car c’est au moment où il vient en butée et qu’il agrippe, que l’on peut extraire la pièce par dévissage (ce qui a pour effet de desserrer la vis quand on visse – dans le sens anti-horaire – l’extracteur)

L’extracteur nécessite également un alésage de la pièce à extraire avec un foret, mais l’extracteur est inséré en le frappant avec un marteau en laiton, afin de ne pas briser l’extracteur.

Hugh D. Auchincloss

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Hugh Dudley Auchincloss, Jr. () est un agent de change et avocat américain, surtout connu comme beau-père de Jacqueline Kennedy Onassis et Lee Radziwill.

Né à Newport dans le Rhode Island, il est le fils de Hugh Dudley Auchincloss (1858-1913), un financier et marchand, et son épouse Emma Brewster Jennings, fille d’Oliver B. Jennings, l’un des fondateurs de la Standard Oil.

Auchincloss étudia d’abord à l’Université Yale, puis à l’Université Columbia, où il obtient son diplôme en droit en 1924.

Il se marie à trois reprises;

Auchincloss est responsable de l’embauche de Jacqueline Bouvier au Washington Times-Herald en 1952. En tant que beau-père, il accompagna Jacqueline Bouvier, épouse Kennedy lors de son mariage avec John F. Kennedy, le 12 septembre 1953, et lors de la somptueuse réception (quelque 1000 invités) qu’il organisa pour sa belle-fille Jacqueline Kennedy en son immense domaine de Hammersmith Farm, à Newport.

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